Das Glossar

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In diesem Glossar finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe zur Verwendung von Hartmetall

das Hartmetall-Glossar

Abrieb

Entfernen von Oberflächenpartikeln durch Reibung.

Rissöffnung

Breite mit einem definierten Abstand zwischen den beiden Seitenrändern des Risses.

Rissspitze

Scharfe und extreme Spitze der Spaltung.

Rissverhinderung

Punkt, wo der Riss aufhört voranzuschreiten.

Bruchaussehen

Form des Bruches, die bei der visuellen Untersuchung identifiziert wurde.

Ermüdungsbänder

Satz Bänder, die den Stopp und den Fortschritt des Ermüdungsversagens aufzeigen.

Hartlöten

Hartlöten bedeutet, Metallstücke mit Hilfe eines Füllmetalls zu verbinden, ohne die zu montierenden Teile zu schmelzen. Das Füllmetall dringt durch Kapillarität zwischen die zu montierenden Teile ein.

Last

Nötige Kraft, um den Widerstand des Materials bis zu dem Punkt zu überwinden, an dem es verformt oder gebrochen wird.

Porosität

Mikrovakuum zwischen Körnern.

Linearer Ausdehnungskoeffizient

Die thermische Ausdehnung der Körper ist eine typische Eigenschaft von Materialien, die darin besteht, dass ihre Abmessungen mit steigender Temperatur variieren. Die Wärmeausdehnung wird durch einen geeigneten WärmeAusdehnungskoeffizienten quantifiziert, der in Bezug auf die physikalische Veränderung des Körpers Folgendes beruecksichtigt: Koeffizient der volumetrischen thermischen Ausdehnung; Wärmeausdehnungskoeffizient der Oberfläche; Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung.

Isostatische Verdichtung (isostatisches Pressen)

Bei herkömmlichen Verdichtungstechniken wird der Druck uniaxial angelegt, so dass die resultierende Struktur inhomogen oder in allen Richtungen nicht gleichmäßig ist. Bei isostatischer Verdichtung ist der Druck hydrostatisch und wird bei Raumtemperatur (kaltisostatisches Pressen – CIP) oder Hitze (heißisostatisches Pressen – HIP) angewendet. Die Herstellung funktioniert über eine Fluessigkeit, die nicht mechanisch wirkt, sondern durch Druck, der in alle Richtungen ausgeübt wird.

Kathodische Korrosion

Eine Korrosion aufgrund eingeleiteter Ströme. Die Veränderungen am korrosiven Medium, welche aufgrund der Durchleitung von Strom vom korrosiven Medium zum metallischen Material (Kathode) ausgelöst werden, resultieren bei einer alkalischen Umgebung in einer spontanen Korrosion des Materials selbst.

Kontaktkorrosion

Lokalisierte Korrosion, die in dem Bereich auftritt, in dem zwei verschiedene Materialien miteinander in Kontakt stehen.

Diffusionskorrosion

Korrosion des Materials, die die gesamte Oberfläche betrifft und für welche die Dicke des gelösten Materials im Durchschnitt gleich ist.

Elektrolytische Korrosion

Chemische Zersetzung durch elektrischen Strom.

Galvanische Korrosion

Korrosion aufgrund der Verwendung eines kontinuierlichen elektrischen Stroms.

Lokalisierte Korrosion

Korrosion, die im makroskopischen Maßstab nur einen Teil der Oberfläche des metallischen Materials betrifft.

Trockene Korrosion

Korrosion eines metallischen Materials, das bei hohen Temperaturen in Abwesenheit von Wasser oder anderen Lösungsmitteln auftritt.

Nasskorrosion

Korrosion, die in Gegenwart von Wasser oder einem anderen Lösungsmittel im kondensierten Zustand auftritt.

Korrosion

Phänomen chemisch-physikalischer Natur, das den allmählichen Verfall der Eigenschaften des Materials verursacht, unter Mitwirkung der umgebenden Umwelt.

Anodische Korrosion

Korrosion durch elektrischen Strom, der auftritt, wenn die Dissoziation des metallischen Materials (Anode) in das korrosive Medium (Kathode) übergeht.

Atmosphärische Korrosion

Korrosion durch atmosphärische Kondensation auf der Metalloberfläche.

Gleichmäßige Korrosion

Diffuse Korrosion, die sich auf die gesamte Oberfläche des Materials auswirkt und bei der die aufgelöste Dicke in allen Punkten gleich ist.

Lochfrass

Werkzeugverschleiss aufgrund von Kriechen des bearbeiteten Materials.

Riss

Mikroskopische oder makroskopische Diskontinuität eines Metalls, bei dem zwei Dimensionen entschieden wichtiger sind als die Dritte (Länge-Tiefe-Breite). Das Vorhandensein dieser Diskontinuität in einem betroffenen Artefakt impliziert die Zunahme lokaler Spannungen an der Spitze des Risses.

Kapillarsprung

Sehr dünne Spalte.

Riss durch Schleifen

In der Regel in Spinnennetzform auftretende Risse, die durch das von den Scheiben ausgelöste Überhitzen entstehen

Oberflächenriss

Riss, der an der Oberfläche auftritt und begrenzte äußere Schichten beeinflusst.

Thermoschockrisse

Risse aufgrund von Temperaturänderungen (zu drastische Abkuehlung oder zu schnelle Erwärmung).

Entkohlung

Verfahren (normalerweise unfreiwillig und unerwünscht) der Kohlenstoffentfernung von dem Carbid, falls es in Kontakt mit bestimmten Atmosphären gebracht wird, im Allgemeinen bei hoher Temperatur. Die Entkohlung beinhaltet einen schwerwiegenden Metalldefekt, der als Phase-Eta bezeichnet wird.

Deformation

Formänderung aufgrund mechanischer oder thermischer Ursachen.

Dichte

Die Dichte (korrekt als spezifische Masse bezeichnet) eines Körpers ist definiert als die Beziehung zwischen der Masse des Körpers und dem Volumen desselben Körpers.

Gebrauchsdefekt

Anomalie durch eine falsche Verwendung des Teils.

Abschlussfehler

Eine Anomalie, normalerweise dimensional, die durch die letzten Verarbeitungsschritte verursacht wird.

Härte

Die Härte wird metallurgisch als der Widerstand eines Materials gegen das Eindringen eines härteren Materials definiert. Der Härtetest ist ein herkömmlicher, statischer und zerstörungsfreier Test, der durch die Stressaussetzung einer nicht-einheitlichen Probe (mit parallelen Seiten!) durchgeführt wird.

EDM

EDM ist der Prozess, bei dem ein Teil mit den erosiven Eigenschaften von Elektroschocks geschliffen wird.

Erosion

Partikelentfernung von der Metalloberfläche aufgrund der abrasiven Wirkung einer Flüssigkeit oder eines Gases.

Querbruchkraft

Die Querbruchfestigkeit wird bestimmt, indem eine Standardprobe (nach ASTM B-406, ISO 3327) zwischen zwei Stützen platziert und bis zum Bruchpunkt beansprucht wird. Der erhaltene Wert wird als Querbruch- oder Kohäsionskraft bezeichnet und in Relation zum Gewicht gemessen, welches zum Bruch geführt hat. Dieser Test erfasst die Belastung des einzelnen Bereichs der Einheit und wird in psi oder N / mm2 ausgedrückt.

Zerbrechlichkeit

Unzureichende Zähigkeit des Materials in Bezug auf seine üblichen Eigenschaften.

Bruch

Aussehen von Oberflächen, die das Brechen eines Stückes begrenzen.

Ermüdungsbruch

Bruch durch Ermüdungsbeanspruchung. Er zeichnet sich durch konzentrische Ruhelinien am Auslösepunkt und durch eine kulminierende Crashzone aus.

Kolbenfresser

Plötzliche Zunahme der Gleitreibung zwischen zwei mechanischen Teilen in relativer Bewegung, die Blockieren und manchmal Schweißen verursacht.

Unreinheit

Anwesenheit eines unerwünschten Prozentsatzes unerwünschter Elemente im Metall.

Kornvergrößerung

Formzunahme der Körner, aus denen die Hartmetallmatrix besteht. Die Anomalie wird oft durch eine übermäßige Sintertemperatur oder längeres Erhitzen verursacht.

Pore

Kleine rundliche Öffnung nach aussen.

Widerstand gegen Ermüdung

Die mechanischen Elemente unterliegen häufig Beanspruchungen, die im Verlauf der Zeit zyklisch variieren, welche in einer Folge von alternierenden Maxima (Spitzen) und Minima (Tälern) Intensitäten identifiziert werden.

Rückzug

Kontraktion der metallischen Masse nach dem Sintern.

Bruch

Freisetzung innerer Bindungen der molekularen Kohäsion mit einer Ablösung von Teilen bestimmter Oberflächen.

Kompressionsbruch

Durch eine mechanische Wirkung verursachter Bruch, der dazu neigt die Größe eines Körpers zu verändern, indem das Volumen durch eine Verdichtung seiner Partikel reduziert wird.

Abplatzen

Bruch mit Splittern (scharfe oder spitze Fragmente).

Sintern

Sintern bezieht sich auf die Verdichtung und Umwandlung von zu Pulver zermahlenen Materialien in eine unteilbare Verbindung. Diese Wärmebehandlung wird bei einer Temperatur durchgeführt, die niedriger als der Schmelzpunkt des Materials ist. Dieser Vorgang (auch Sinter-, Metallkeramik- oder Pulvermetallurgie genannt) wird durchgeführt, um kompakte Produkte zu erhalten. Dank des Sinterns ist es möglich, ausgehend von Pulvermaterialien Objekte mit spezifischen Formen und Größen zu erhalten, die mechanischen und thermischen Behandlungen unterzogen werden können.

Entkarbonisierte Schicht

Kohlenstoffverarmung an der Oberfläche eines Metalls beim Erhitzen in einer oxidierenden Atmosphäre.

Spannung

Einfache Beanspruchung, die im übergeordneten Abschnitt eines Strukturelements unter Einwirkung zweier Kräfte auf die orthogonale Ebene zu seiner geometrischen Achse auftritt, woraus ein Drehmoment resultiert.

Abtragung

Progressive mechanische Verschlechterung einer metallischen Oberfläche in beweglichem Kontakt mit einem anderem festen Material, das eine Ablösung von metallischen Partikeln bewirkt.

Widia

Der Begriff stammt vom Handelsnamen einer Reihe von Hartlegierungen: das Wort bildet sich aus den ersten Buchstaben des deutschen Ausdrucks „wie Diamant“ oder „hart wie Diamant“.

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